Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

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Themen

Erfahren Sie mehr über die vier Hauptthemenbereiche der Veranstaltung.

Während der Veranstaltung werden die folgenden Themen im Mittelpunkt stehen:

Panel 1: Europäischer Rechtsakt zur Barrierefreiheit

Bis 2022 müssen die EU-Mitgliedstaaten den Europäischen Rechtsakt zur Barrierefreiheit (englisch: European Accessibility Act (EAA)) in nationales Recht umwandeln. Durch den EAA werden die Anforderungen an Barrierefreiheit und die Verpflichtungen auch im privaten Sektor deutlich verschärft. In Deutschland haben die Vorarbeiten zu einem entsprechenden Gesetz inzwischen begonnen. Der EAA sieht vor, dass spätestens ab dem 28. Juni 2025 Produkte, die in Verkehr gebracht, sowie Dienstleistungen, die erbracht werden, barrierefrei sein müssen.

Im Panel „Europäischer Rechtsakt zur Barrierefreiheit“ werden zwei Beispielprojekte aus Schweden und Österreich zeigen, wie sie Barrierefreiheit im privaten Sektor bereits heute verwirklichen. Die Diskussion soll sich darum drehen, welche Anreize hilfreich wären, um auch im Bereich privater Güter und Dienstleistungen schneller und umfassender Barrierefreiheit herzustellen. Neben den konkreten Praxisbeispielen werden sich Behindertenbeauftragte und Ombudsleute der Regierungen aus den europäischen Ländern ebenso in die Diskussion einbringen und von ihrer bisherigen Arbeit und ihren Erfahrungen zum EAA berichten.

Panel 2: Schutz von Frauen und Kindern mit Behinderungen vor Gewalt

Frauen, Mädchen und Kinder mit Behinderungen sind in besonderer Weise von Gewalt betroffen. Daher ist der Gewaltschutz dieser vulnerablen Gruppe in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert und sieht Präventions- und Interventionsstrategien vor. Dazu zählen beispielsweise Gewaltschutzkonzepte für Einrichtungen, der Zugang zu individuellen Hilfen sowie Monitoring.

Im Panel „Schutz von Frauen und Kindern mit Behinderungen vor Gewalt“ wird ein Beispielprojekt, das sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt richtet, aus der Praxis berichten. Auch der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, wird über aktuelle Handlungserfordernisse informieren. Zudem werden sich Behindertenbeauftragte und Ombudsleute der Regierungen aus den europäischen Ländern in die Diskussion einbringen, um gemeinsam über weitere politische Forderungen sowie rechtliche Möglichkeiten für Betroffene zu sprechen.

Panel 3: Digitalisierung

Die Entwicklungen im Bereich Digitalisierung eröffnen neue Möglichkeiten und vereinfachen zahlreiche Prozesse. Sie bieten auch für Menschen mit Behinderungen neue Chancen der Teilhabe – aber nur dann, wenn digitale Prozesse und Anwendungen von Beginn an barrierefrei gestaltet werden. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass Menschen mit Behinderungen in noch stärkerem Maße ausgeschlossen werden.

Im Panel „Digitalisierung“ stellen konkrete Praxisbeispiele aus Deutschland und Italien ihre Arbeit vor und zeigen, wie sie Digitalisierung barrierefrei umsetzen. Daneben wird auch die gesellschaftliche und politische Dimension von barrierefreier Digitalisierung diskutiert. Hierfür sind neben den Beispielprojekten die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Dorothee Bär, sowie Behindertenbeauftragte und Ombudsleute der Regierungen aus den europäischen Ländern beteiligt, um sich über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen auszutauschen.

Panel 4: Inklusive Entwicklungszusammenarbeit

Weltweit leben über eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung – rund 80 Prozent von ihnen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Menschen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich von Armut betroffen und haben seltener Zugang zu Bildung, Arbeitsmarkt sowie Gesundheits- und Sozialleistungen. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtet die Vertragsstaaten, ihre Entwicklungszusammenarbeit inklusiv zu gestalten.

Im Panel „Inklusive Entwicklungszusammenarbeit“ werden Beispiele aus Finnland und Deutschland vorgestellt, die zeigen, wie durch innovative Ansätze und Strategien Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit systematisch verankert werden kann. Neben den Beispielprojekten sind an der Diskussion auch die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Dr. Bärbel Kofler, sowie Behindertenbeauftragte und Ombudsleute aus den europäischen Ländern beteiligt, um sich über Erwartungen und Erfahrungen zu diesem Thema auszutauschen.

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